Allgemein, Unternehmensnews

Rohstoffkrise und drohende Lieferausfälle

2 minutes Lesezeit

Dr Martin Engelmann Hauptgeschaeftsfuehrer IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen Beitragsbild e1606037301331 300x200 1

IK informiert: Rohstoffkrise spitzt sich zu – es drohen Lieferausfälle bei Kunststoffverpackungen.

Fehlende Rohstoffe und eine noch nie gesehene Preisexplosion bei Kunststoffen setzen die Hersteller von Kunststoffverpackungen massiv unter Druck. Eine Blitzumfrage unter den Mitgliedern der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen Ende März zeigt die dramatische Situation der Branche: 84% der teilnehmenden Firmen berichten von einer schlechten bis sehr schlechten Versorgungslage – vor einem Monat waren es noch 75%.

Acht von zehn Kunststoffverpackungsherstellern mussten wegen der Rohstoffverknappung bereits ihre Produktion drosseln. Mehr als die Hälfte der Unternehmen rechnet in den nächsten vier Wochen mit Lieferausfällen in mittlerem bis sehr starken Umfang.

Die Rohstoffengpässe betreffen weiterhin sämtliche Kunststoffe, wobei sich in der Gesamtschau eine leichte Verbesserung bei der Versorgung mit PP andeutet. Parallel zu der Verknappung sind die Preise für Standard-Kunststoffe insbesondere seit Jahresbeginn extrem stark angestiegen, wie die Umfrage bestätigt. Die höchsten Aufschläge verzeichneten im ersten Quartal 2021 LLDPE und LDPE mit +55% bzw. +50%, gefolgt von PP, HDPE, PE, PS, PVC und EPS (jeweils zwischen +41% bis +48%). Teilweise liegen die Aufschläge deutlich über diesen Mittelwerten.

„Die Situation in der Branche ist weiterhin extrem angespannt“, fasst IK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Engelmann die aktuelle Lage zusammen. Der steile Anstieg der Preise für Standard-Kunststoffe lasse sich nur teilweise auf die gestiegenen Preise für die petrochemischen Ausgangsstoffe zurückführen. „Verschärft wird die Situation dadurch, dass derzeit immer noch zwei von drei Kunststoffverpackungsherstellern von einem oder mehreren Force-Majeure-Fällen betroffen sind“, so Engelmann.

Im Vergleich zum Vormonat sei diesbezüglich zwar ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Kritik übt er allerdings an der Informationspolitik der Lieferanten.

„Während einige Lieferanten die Ursachen für einen Anlagenausfall detailliert darlegen und ihre Kunden regelmäßig über die getroffenen Maßnahmen sowie Zeithorizonte informieren, halten andere den schlichten Verweis auf »unvorhersehbare Umstände« für ausreichend, um Force-Majeure zu erklären. Beim Thema Transparenz muss die Branche insgesamt besser werden“, fordert Engelmann.

Bild: Dr. Martin Engelmann, IK-Hauptgeschäftsführer

Quelle: IK Kunststoffvereinigung

Die neuesten Beiträge von FEURER

FEURER-Team vor dem Startbereich des 21. HeelLaufs in Baden-Baden. Die Teilnehmenden tragen FEURER-Laufshirts und Startnummern und posieren gemeinsam für ein Gruppenfoto.
1 minute Lesezeit
Sportlich unterwegs: FEURER beim 21. Heel-Lauf 2026 Auch in diesem Jahr war FEURER wieder beim 21. Heel-Lauf in Baden-Baden vertreten. Zahlreiche Mitarbeitende nutzten die Gelegenheit, gemeinsam aktiv zu werden und einen sportlichen Abend in besonderer Atmosphäre zu verbringen. Bei […]
4. Deutsche Mehrwegkonferenz 2026, 11.–12. Juni in Berlin (Reuse & Logistics Leadership Days).
2 minutes Lesezeit
FEURER auf den RLLD 2026 – Lösungen für nachhaltige Logistik Am 11. und 12. Juni 2026 ist die FEURER Group auf den Reuse & Logistics Leadership Days (RLLD) in Berlin vertreten – als Speaker und Aussteller. Die Veranstaltung zählt zu den wichtigsten Branchentreffen rund um nachhaltige Logistik, Mehrwegsysteme und […]
Vier Männer stehen neben einem großen schwarzen Kunststoffbauteil in einem Ausstellungsraum.
1 minute Lesezeit
Im Dialog mit der Politik: Besuch von Fabian Gramling bei FEURER Wie lassen sich wirtschaftliche Realität und politische Rahmenbedingungen besser zusammenbringen? Am besten im direkten Gespräch. Am 30. März 2026 durften wir am FEURER-Standort in Brackenheim den Bundestagsabgeordneten Fabian Gramling (CDU) […]
Zurück zur Übersicht